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12.05.
2011

Eine Reise in die Zukunft der Menschenrechte

Eine Reise in die Zukunft der Menschenrechte. —Konzept/Regie/Organisation/Performance – Chris Müller

Von
Otto Lambauer
Grundlagen, Menschen mit Behinderung
Caritas der Erzdiözese Wien

Eine fantastische Zugfahrt von einem Bahnhof, über ein Anglerparadies zu einem Zirkuszelt erwartete die Mitreisenden im “Reblaus Express” auf der Lokalbahnstrecke zwischen der Weinstadt Retz und der Thayastadt Drosendorf.

Die Weichen wurden  am 5.Mai.2011 gestellt: 10 Jahre nach Schaffung des ersten Betreuungsleitbildes machte sich eine illustre Gesellschaft mit dem Zug auf den Weg, die geistige Landschaft der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen für sich zu erkunden. 200 Menschen mit und ohne Behinderung, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter sowie Klientinnen und Klienten aus den unterschiedlichen Einrichtungen der Caritas Wien setzten sich intensiv und lustvoll mit den Fragen der Menschenrechte für Menschen mit Behinderung auseinander. Insbesondere ging es darum, wie diese Menschenrechte in den Einrichtungen der Caritas wirklich ge- und erlebt werden können.

Das Abenteuer Reise: Kurven wurden sicher genommen, Rätsel gelöst, Steigungen  gemeistert, Barrieren abgebaut und Schranken aufgehoben. Wie jede Reise hat auch diese unser Denken und Handeln verändern: von Bevormundung zu Mündigkeit, von Machtschräglage zu Machtgleichgewicht. Die Reisebegleiter gaben ihr Bestes dazu: Autor Franzobel, Schauspieler Oscar Blaha, das Quartett Stelzhamma, der international tätige Fotograf Reinhard Müller, Televisionär Helmut Geissler und Konzeptkünstler Chris Müller.

Zug um Zug dem Neuen näher kommen: Die Reiseunterlagen waren die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Meinungen, Stellungnahmen und Erlebnisse der Menschen mit Behinderung, die diese im Vorfeld der Reise gesammelt haben. Themenspezifische Workshops haben unseren Horizont erweitert während Weingärten, ausgedehnte Wälder, kleinräumigen Feldfluren an uns vorüberzogen. Die Gleise führten uns über das Hügelland und durch die Flussniederungen, mitunter weitab von Straßen und Siedlungen. Untermalt wurden die mannigfachen Impressionen durch die Kommpositionen der fabelhaften Stelzhamma. Ihr Name steht für lustvolles Zusammenspiel mit Schmäh und Verve im Konglomerat aktueller musikalischer Strömungen vor dem Hintergrund der hiesigen Volksmusik aus der Zeit von Franz Stelzhammer und Anton Bruckner. Erfrischend abgehandelt und in eine rasante neue Form gebracht, immer mit einem Augenzwinkern voll Ironie und swingender Leichtigkeit dargeboten.

Schwelle für Schwelle das Alte hinter sich lassen: 200 Menschen hatten unvergessliche Eindrücke gesammelt, bezaubert vom Schauspiel der Akteure, beflügelt vom gemeinsamen Tun, begleitet von inspirierenden Gedanken, gestärkt von Speis und Trank. Ein ergraute Schaffner (Oscar Blaha, in der Rolle des „alten Leitbilds“) namm uns mit auf seine letzte Fahrt. Er resümierte, erzählte aus seinem Leben und von kommenden Stationen.

Das unteilbare Recht auf Menschsein und Menschenwürde

der Abbau von Barrieren
die Bemächtigung über den eigenen Lebensentwurf
die uneingeschränkte Teilhabe an allen Lebensbereichen
das Erkennen von Stärken in jedem Menschen

Das Menschsein in seiner Vielfalt und Buntheit

Gestärkt ankommen und inspiriert fortfahren: Höhepunkt dieser Reise und gleichzeitig Ende des erste Etappenziels war der Abschluss im Drosendorfer Zirkuszelt – mit einer “Ruckrede”, die Schwung gab für den weiteren Prozess, die Mut machte, einen gemeinsamen Weg zu gehen, ohne Barrieren, mit Freude an der Vielfalt.  Am Ende ging jeder inspiriert nach Hause und begann die Reise im Alltag fortsetzen.

Inklusive Inspirationsquelle für die Zeit danach: Gemeinsam mit der „Bibliothek der Provinz“ wird ein LOKbuch erstellt, das die ungewöhnliche Reise, lückenlos filmisch und fotografisch dokumentiert.  So kann jeder Teilnehmer, aber auch jeder Nichteilnehmer  – die Reise für sich wieder entdecken und neue Seiten im Alltag der gelebten Menschenrechte aufschlagen.

02.02.
2011

DOKU – A HETZ – Eine entlarvende Reise ins Unterfutter der menschlichen Seele

Eine entlarvende Reise ins Unterfutter der menschlichen Seele.

Das Stück „A Hetz oder Die letzten Tage der Menschlichkeit“ ließ weder Theaterpublikum und Medien, noch die Bevölkerung im Hausruck kalt. Wie alle Theater Hausruck-Produktionen wurde auch „A Hetz“ im Jahr 2009 umfangreich, multimedial und professionell dokumentiert, die Vorarbeiten ebenso wie die eigentliche Aufführung. Aus diesem Videomaterial wird nun von Chris Müller und Helmut Geissler ein Film produziert, der im Jahr 2011 seine Premiere feiert.

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26.11.
2010

2011 – THEATER HAUSRUCK

Zurzeit arbeitet Chris Müller für das THEATER HAUSRUCK an einem Weltlabor  im Hauruckwald.

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17.11.
2010

Die Pöschlaner – 2012 wird uns der Teufel holen

2012 wird die Welt untergehen und uns der Teufel holen. Zumindest sieht dies die Weissagung des Maja-Kalenders voraus. Schon jetzt wirft der drohende Untergang seine Schatten voraus. Bücher zum Thema überschwemmen den Markt. Blockbuster und Dokumentationen werden gezeigt und Stammtische geraten in Wallung. Eine Hysterie wie geschaffen für eine Produktion des THEATER HAUSRUCK.

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16.11.
2010

Turm der Aussichtslosen

Ein Leuchtturm für die Gestrandeten

Theater Hausruck sucht an der Nordseeküste nach den Geschichten schiffbrüchiger Existenzen und will einen Leuchtturm der Solidarität im Hausruck errichten.

Das Theater Hausruck bricht zu neuen Ufern auf. „Der Hausruck ist überall!“ so Intendant Chris Müller, der im Oktober 2010 mit einem kleinen Team eine Recherchereise nach Hamburg und an die Nordseeküste unternahm. Vor Ort begaben sich die Theatermacher auf die Suche nach Geschichten von Leuchtturmwärtern und Seenotrettern, von menschlichem Treibgut, abgewrackten Existenzen und Weltenbummlern.

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09.10.
2010

€AT – Kapitalismuskirtag in der Konkurshalle – THEATER HAUSRUCK


Im vierten Kapitel seiner politischen Theater-Archäologie gräbt sich das Theater Hausruck von der Allgegenwart der ökonomischen Krise in die nahe Zukunft einer Gesellschaft vor, die durch eine sich immer weiter aufspreizende Einkommensschere auseinander zu brechen droht.

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09.10.
2010

Der Verein oder das weiße Ballett mit braunen Flecken

Das Untertauchen namhafter NS-Kriegsverbrecher, die sich mithilfe eines Fluchthilfenetwerkes und gegenseitiger Unterstützung der Gerichtsbarkeit entzogen und so die Chance für eine zweite Karriere erhielten, bildet die historische Ausgangslage für diese doku-fiktive Installation.

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08.10.
2010

Expedition Paternkofel

Expedition Paternkofel – Die höchstgelegene künstlerische Installation der Welt – irgendwie bestätigt durch das Guiness Book!

90 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog eine Zwei-Mann-Expedition aus, um die Kunstgeschichte zu verändern. Nach achtstündiger Klettertour bezwangen die beiden den 2.744 Meter hohen Paternkofel in Südtirol. Am vernebelten Gipfel montierten sie zwei vorgefertigte und mit nach oben transportierte Holzkreuze…

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08.10.
2010

Viel well viel red

Ein frühes Foto, das den jungen Chris Müller als Punk zeigt, wurde ohne dessen Wissen in eine Zigaretten-werbung integriert. Mit der performativen Installation „viel well – viel red“ wehrt sich Chris Müller gegen diesen Missbrauch und schlägt in Form einer künstlerisch motivierten transmedialen „Nichtraucherkampagne“ zurück.

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08.10.
2010

Direktor Baum

In Direktor Prof. Peter Baums ehemaligem Büro, Neue Galerie der Stadt Linz,  wurde eine kleine Tanne auf einem überdimensionierten Sockel montiert. Aus gefallenen Nadeln ein leiser Abschiedsgruß formuliert.

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