Ein Leuchtturm für die Gestrandeten Theater Hausruck sucht an der Nordseeküste nach den Geschichten schiffbrüchiger Existenzen und will einen Leuchtturm der Solidarität im Hausruck errichten.

Das Theater Hausruck bricht zu neuen Ufern auf. „Der Hausruck ist überall!“ so Intendant Chris Müller, der im Oktober 2010 mit einem kleinen Team eine Recherchereise nach Hamburg und an die Nordseeküste unternahm. Vor Ort begaben sich die Theatermacher auf die Suche nach Geschichten von Leuchtturmwärtern und Seenotrettern, von menschlichem Treibgut, abgewrackten Existenzen und Weltenbummlern.

Expedition Paternkofel – Die höchstgelegene künstlerische Installation der Welt – irgendwie bestätigt durch das Guiness Book! 90 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs zog eine Zwei-Mann-Expedition aus, um die Kunstgeschichte zu verändern. Nach achtstündiger Klettertour bezwangen die beiden den 2.744 Meter hohen Paternkofel in Südtirol. Am vernebelten Gipfel montierten sie zwei vorgefertigte und mit nach oben transportierte Holzkreuze...

Ein frühes Foto, das den jungen Chris Müller als Punk zeigt, wurde ohne dessen Wissen in eine Zigaretten-werbung integriert. Mit der performativen Installation „viel well - viel red“ wehrt sich Chris Müller gegen diesen Missbrauch und schlägt in Form einer künstlerisch motivierten transmedialen „Nichtraucherkampagne“ zurück.

In Direktor Prof. Peter Baums ehemaligem Büro, Neue Galerie der Stadt Linz,  wurde eine kleine Tanne auf einem überdimensionierten Sockel montiert. Aus gefallenen Nadeln ein leiser Abschiedsgruß formuliert.

In einem verlassen Haus der Hofgasse 3 in Linz wurden 25 zurück gelassene Bücher vorgefunden. Der Autor, der beschriebene Bürgermeister und ein Gendarm wurden interviewt. In einer doku-fiktiven Rauminstallation wurde eine Verhörsituation angedeutet.

Ein aus einem Kulturcafé entwendetes „Art-Magazin“, in dem ein Artikel über den italienischen Bildhauer Maurizio Cattelan zu lesen war, wurde zum Ausgangspunkt für Fiktionen, Lügen und Realitäten. Ein modernes, modelliertes und von Amtswegen bestätigtes Märchen.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - Eine kulturwissenschaftliche Betrachtung neuer „Unterhaus-Riten“. Seit mehreren Jahren kann man im idyllisch gelegenen oberösterreichischen Dorf Aurach am Hongar eigentümlich anmutende Beobachtungen machen. Immer im März, stets in den kältesten Tagen des Jahres, kommen Jugendliche der näheren Umgebung zusammen um sich gemeinsam einem Kult „neuerer Generation“ hinzugeben.

Schwarzer Anzug, weißer Pulli, weiße Schuhe und in der Hand einen Koffer voller Informationsmaterial über die Kunstuniversität Linz. So besucht ein höflicher Österreicher die technische Universität in Las Palmas auf Gran Canaria.