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09.10.
2010

Das Untertauchen namhafter NS-Kriegsverbrecher, die sich mithilfe eines Fluchthilfenetwerkes und gegenseitiger Unterstützung der Gerichtsbarkeit entzogen und so die Chance für eine zweite Karriere erhielten, bildet die historische Ausgangslage für diese doku-fiktive Installation. Jahrzehntelang waren die realen Abläufe und Zusammenhänge dieser Operation von Legenden und Gerüchten überwuchert, in denen eine geheimnisvolle Organisation namens Odessa, Rattenlinien sowie dubiose Mannschafts-Kameraden die Hauptrolle spiel(t)en. In der Umkleidekabine des Vereins wird ein Match nachgezeichnet, das nie eines war. Mit umstrittenem Kader, „tödlichen Pässen“ und chiffrierten Botschaften. Ein Geisterspiel der „globalen Division“, das erst mit dem Abpfiff 1945 begann und sich gegenwärtig in der Verlängerung befindet.

Die Vereinsmitglieder

1 Krunoslav Draganovic (Torwart)    2 Licio Gelli    3 Walter Rauff    4 Reinhard Kopps    5 Alois Brunner    6 Leon Degrelle    7 Giuseppe Siri    8 Johann von Leers    9 Herbert Schweiger    10 Otto Skorzeny (+Spielführer Schleife)    11 Rodolfo Freude    12 Erich Priebke    13 Alois Hudal    14 Otto Adolf Eichmann    15 Klaus Barbie  16 Hans Ulrich Rudel    17 Josef Mengele    NUMMER 18 fehlt! 19 Friedrich Schwend

Dechiffriertes Ballett – In der Installation sind die Trikots so angebracht dass sie Neonazi Codes aufzeigen und durch die Spielanleitung entschlüsselt werden können.

81 (8 neben 1)

Populär gemacht wurde diese ›Verschlüsselungstechnik‹ Anfang der 80er-Jahre durch die Rockergruppe Hells Angels in Hamburg, die nach einem vorhergehenden Vereinsverbot fortan als ›81er‹ auftraten.

168:1 (16 neben 8 neben 1)

Die Zahlenkombination versteht sich als Code für den Sprengstoffanschlag in Oklahoma/USA, der 1995 durch den amerikanischen Terroristen Timothy McVeigh verübt wurde. Bei dem Anschlag kamen 168 Menschen ums Leben. McVeigh wurde zum Tode verurteilt und 2001 hingerichtet. In makaberer Verherrlichung dieses neonazistischen Terroranschlags gibt der Code das ›Ergebnis‹ wieder.

18 (Stückzahl der Trikots, 18 fehlt in laufender Nummerierung 17,19)

18 steht für Adolf Hitler. Die Zahlenkombination findet sich beispielsweise in den Namen der Organisation Combat 18 und der Band Sturm 18.

28

Seit dem Verbot der Organisation Blood & Honour (B&H) im September 2000 wird die 28 als Synonym für B&H verwendet. Anstelle des ursprünglichen und inzwischen verbotenen Schriftzuges wird nun der entsprechende Zahlencode benutzt. Beispiele: »28 – ihr könnt uns nicht verbieten«, »28 Supporter« (B&H Unterstützer). Eine in Hessen und Rheinland-Pfalz aktive Neonazi-Gruppe nennt sich MSC 28.

14 Words (Nummer 14)

Ist die Abkürzung für die aus 14 Worten bestehende Phrase: »We must secure the existence of our people and a future for white children« (»Wir müssen die Existenz unseres Volkes und auch die Zukunft unserer weißen Kinder sichern«). Dieses ›Glaubensbekenntnis‹ ist ein Zitat des US-amerikanischen Neonazis David Lane, der Mitglied der terroristischen Organisation The Order war. Die 14 Words werden häufig als Grußformel genutzt und finden Verwendung in Liedtexten, als T-Shirt-Aufdruck, Aufnäher, Schmuck, Jackenembleme und auf CD-Cover. Beliebt ist auch die 14 mit der 88 zu kombinieren, u.a. als Autokennzeichen.

C / Kategorie / CK oder KC ( 3 neben 11)

In der polizeilichen Einstufung von Fußballanhängern werden Fans (meist Hooligans) aus dem stets gewaltbereiten Spektrum als Personen der Kategorie C bezeichnet. Der Begriff ist in der Hooliganszene populär und findet zum Teil auch Gebrauch unter Neonazis, die damit ihre Gewaltbereitschaft ausdrücken wollen. Kategorie C ist in verschiedenen Varianten, teilweise von Neonazis, als Marke eingetragen. Die Bremer Hooligan-Band Kategorie C verfügt über enge Kontakte in der Neonaziszene und ist dort sehr beliebt.

3 X KKK  ( 3 neben 11)

1865 wurde in Tennessee der Ku Klux Klan als Geheimbund organisiert. Unter weissen Kapuzen verhüllt, verübten die Mitglieder des Ku Klux Klan grauenvolle Massaker gegen Farbige sowie Attentate auf republikanische Politiker, die sich für die Umsetzung der Anti-Sklaverei-Gesetze in den Südstaaten einsetzten.

P2 – Loge  (16 gegenüber 2)

13.7.43 ( 13 neben 7 neben 4 und 3 ) Hinrichtung der Weißen Rose

Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber von den Nationalsozialisten am 13.7.1943 hingerichtet. Sie waren Mitglieder der „Weißen Rose“, einem der berühmtesten Widerstandskreise gegen Hitler. Die Münchner Studenten Sophie und Hans Scholl haben mit Freunden zusammen diese Gruppe gegründet, weil sie zeigen wollten, dass viele Jugendliche gegen den Nationalsozialismus waren. Sie druckten und verteilten Flugblätter, in denen sie ihre Mitstudenten zum Widerstand aufriefen. Der Hausmeister der Universität hat die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943 an die Geheime Staatspolizei verraten, kurz darauf wurden die beiden wie auch die anderen Mitglieder der Weißen Rose hingerichtet.

11 /  9 / 11

Anschlag auf das World Trade Center.

Eine steigende Popularität erfahren Motive zur Verherrlichung der Anschläge vom 11. September 2001, die manchmal an die Begrifflichkeit des ZOG gekoppelt sind. Auf dem T-Shirt-Motiv wurde United States durch »J..nited States« ersetzt, was »Jewnited States« bedeuten soll. Die Abkürzung für Zionist Occupied Government bedeutet übersetzt ›zionistisch besetzte Regierung‹ und wird in der Neonaziszene als Code für die halluzinierte ›jüdische Weltverschwörung‹ gebraucht. Der Begriff ZOG wurde von rechtsterroristischen Gruppen geprägt, seine Verwendung in Sprühereien, Schriften und Liedtexten steht stets im Kontext mit dem Aufruf, den Kampf gegen ›ZOG‹ auf einer militanten, terroristischen Ebene zu führen. Motive, die den Code ZOG beinhalten, zeigen meist Abbildungen und Symboliken eines hasserfüllten Antisemitismus und sind in Deutschland überwiegend strafrechtlich relevant.

Opus Dei besetzten im faschistischen Franco Regime 10 von 19 Kabinettsmitgliedern.

(15 gegenüber 4 und neben 6,10 und 19)

Als im Spanischen Bürgerkrieg im republikanischen Teil Kirche und Staat streng getrennt, Kirchen zerstört sowie Priester und Ordensangehörige verfolgt wurden, floh Escrivá (der Gründer) 1937 in den von General Franco besetzten Teil Spaniens.Seit den 1950 Jahren waren einige Mitglieder des Opus Dei unter dem nunmehrigen Diktator Franco politisch engagiert.In seinen letzten Regierungsjahren gehörten 10 der 19 Kabinettsmitglieder dem Opus Dei an, auch einige im Übergangskabinett nach Francos Tod.

13

Antichrist / Antikommunist

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