Wenn Ideen geboren werden, liegt die wahre Kunst in ihrer Umsetzung. Die Fähigkeit aus der Idee eine erlebbare Wirklichkeit zu formen ist meinem Freund, Abt Reinhold Dessl und seinen engagierten Wegbegleiter:innen gelungen: Am Sonntag, 19. April 2026 wurde der Wilheringer Weg in der Stiftskirche mit gefüllten Kirchenbänken und feierlichen Ansprachen gebührend eröffnet.
Die Idee zum Pilgerweg entstand zwei Jahre zuvor. Damals präsentierten wir im Auftrag des Stiftes die Studie zur Weiterentwicklung der Pfarrhöfe und die Idee, diese Orte rosenkranzartig als Pilgerweg miteinander zu verbinden. Hier ist die Idee gewachsen, die Abt Reinhold Dessl aufgegriffen und mit Weggefährt:innen Wirklichkeit gemacht hat.
Mit Abt Reinhold Dessl ist über die Jahre und durch gemeinsame Projekte und inspirierende Gespräche eine Freundschaft entstanden, die auf gegenseitigem Respekt und einem tiefen Verständnis für die Kraft von Visionen basiert. Ob bei der gemeinsamen Ausgestaltung und Umsetzung der ersten Expedition für Digitalen Humanismus, wo wir uns den „Menschen und Pflichten in digitalen Zeiten“ widmeten oder bei der Erstellung einer virtuellen Tour durch das Stift, – mit ihm wird aus einer Idee stets mehr als nur ein Gedanke; sie wird zu einer Bewegung.
Der Wilheringer Weg ist ein beeindruckendes Beispiel dafür. Er verbindet das Zisterzienserstift Wilhering mit seiner ehemaligen Tochtergründung, dem Stift Hehenfurth in Südböhmen, sowie mit allen Kirchen des Wilheringer Seelsorgeraums. Diese grenzüberschreitende Pilgerroute lädt dazu ein, die Schönheit der Mühlviertler Landschaft zu erleben und dabei neue Wege und in sich zu gehen. Es ist ein Weg, der nicht nur geografische, sondern auch spirituelle Brücken schlägt und Menschen dazu ermutigt, sich auf das Wesentliche zu besinnen.
Was Abt Reinhold und seine Mitstreiter:innen hier geschaffen haben, ist famos. Es zeigt, wie Visionen nicht nur gedacht, sondern auch wahrhaftig werden können!