12 März Europäischer Salon der guten Hoffnung
Ein Abend voller neuer Gedanken im Alten Theater Steyr. Mit Gerald Karner und Chris Müller – ein Stern am Horizont Stey, ein Entwicklungsprojekt der Stadt Steyr und CMb.industries.
Europa, ein alter Kontinent, der oft als müde und überholt abgestempelt wird, stand am 11. März 2026 im Alten Theater Steyr im Mittelpunkt.
Brigadier und Gentleman Gerald Karner, Sicherheitsexperte und Senior Consultant bei CMb.industries präsentierte sein neues Buch „Der unterschätzte Kontinent. Warum Europa die Zukunft gehört“.
CMb.industries und die Stadt Steyr haben gemeinsam zu einem Abend voller Perspektivenwechsel und kritischer Reflexion eingeladen. Vizebürgermeister Dr. Michael Schodermayer begrüßte über 120 Teilnehmer:innen mit den Worten, dass Demokratie und Vielfalt ohne einander nicht möglich sind.
Europas Stärke liegt in ihrer Vielfalt
Gerald Karner zeichnete in seinem Werk ein positives Bild von Europa, das sich von gängigen Klischees löst. Statt eines Kontinents, der sich in der Vergangenheit verliert, entwarf er die Vision einer Weltregion, die ihre kulturelle und demokratische Vielfalt als strategischen Vorteil begreift. Europa, so Karner, sei nicht nur ein historisches Erbe, sondern ein lebendiger Organismus, der durch seine Diversität und Innovationskraft global eine führende Rolle einnehmen könne.
Im Gespräch wurde deutlich, dass Europa nicht länger als Bittsteller auftreten dürfe und müsse.
Die Ressourcen, die Europa besitzt, von seiner Bildung bis hin zu seiner kulturellen Tiefe seien die Bausteine für eine neue geopolitische Selbstbehauptung. Doch diese Potenziale müssten entschlossen genutzt werden. Karner appellierte an die europäische Gesellschaft, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und diese mit Mut und Weitsicht einzusetzen.
Neuropa – die mit der weiten Sicht und Tochter des Agenor
Das Kamingespräch war keine klassische Buchpräsentation, sondern vielmehr ein lebendiger Dialog über die Zukunft Europas. Karner beleuchtete zentrale Thesen des Buches, darunter die Frage, wie Europa seine Rolle in einer Welt voller geopolitischer Spannungen neu definieren kann. Ein besonders prägnanter Moment des Abends war Karners Vergleich Europas mit einem „schlafenden Riesen“. Während andere Weltmächte ihre Positionen aggressiv verteidigen und Europa als gleichwertigen Gegner sehen, habe Europa die Chance, durch Kooperation und Innovation zu glänzen. Doch dieser Weg sei kein Selbstläufer. Es brauche politischen Zusammenhalt und Entschlossenheit, eine klare Vision und den Willen, veraltete Systeme zu durchbrechen.
Der Weg zur erneuten Supermacht
Die Veranstaltung im Alten Theater Steyr war ein wohltuender Weckruf. Im Gespräch mit Gerald Karner zeigte sich eindrucksvoll, dass Europa nicht nur eine Geschichte zu erzählen hat, sondern auch eine Zukunft zu gestalten. Der Abend machte deutlich, dass der alte Kontinent alles andere als überholt ist. Europas Fähigkeit liegt darin sich neu zu erfinden und ihre Vielfalt und Innovation als Motor für Fortschritt und gleichwertige Mitspielerin gegenüber anderen Supermächten zu nutzen. Europa ist stark und genau darin liegt die größte Chance. Der Abend in Steyr war ein inspirierender Schritt in Richtung eines neuen europäischen Selbstbewusstseins und vielleicht auch ein kleiner Funken für eine große Bewegung.
Steyr – Zentrum – Service – Horizont Steyr
Fotos (c) MecGreenie