Impulse für den Wirtschafts­standort Waidhofen

Chris Müller, ehemaliger Direktor der Tabakfabrik Linz, zeigt Chancen und Wege zu einem Innovations-Ökosystem für Waidhofen und die Region auf.

Die Stadt Waidhofen lädt am Donnerstag, 26. Februar, zum nächsten Waidhofner Standortgespräch. Dabei handelt es sich um eine Spezialausgabe mit Keynote-Speaker Chris Müller: Ab 17.00 Uhr wird Schloss Rothschild zum Treffpunkt für interessierte Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um gemeinsam neue Impulse für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts zu setzen. Im Mittelpunkt steht der offene Austausch über Chancen, Herausforderungen und konkrete Perspektiven für eine innovative Stadt am Land.

Beim „Standortgespräch spezial“ wird Keynote-Speaker Chris Müller, ehemaliger Direktor der Tabakfabrik Linz, spannende Akzente setzen: Er wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die aktuelle Ausgangslage in Waidhofen analysieren und das Konzept einer vitalen Innovationsökologie für Stadt und Region vorstellen. Der Abend bietet Raum für Fragen, neue Blickwinkel und Vernetzung – mutig und zugleich praxisnah. Auch wichtige Entwicklungsprojekte wie jenes am ÖBB-Hauptbahnhof Waidhofen oder im Wirtschaftspark Gstadt werden vorgestellt.

Was reizt den Tabakfabrik-Vordenker an Waidhofen?
Seit mehr als drei Jahren ist Chris Müller nicht mehr als Direktor der Tabakfabrik Linz im Amt. Wenn er durch das Areal am Peter-Behrens-Platz flaniert, merkt man davon wenig: Hier plaudert er mit dem thailändischen Lokalbesitzer, dort mit dem KI-Programmierer. An der nächsten Ecke kauft er einen Strauß Blumen, um dann wieder wortreich das Konzept hinter der „Strada del Start-up“ zu erläutern.

Chris Müller ist ein Visionär, der Dinge auf den Boden bringt, ein Kreativer, der das Handwerk schätzt und liebt. Als er 2012 im Auftrag der Stadt Linz die brachliegende Tabakfabrik zu entwickeln begann, war er der einzige Mitarbeiter auf dem 38.000 Quadratmeter großen Gelände. Heute arbeiten dort 2.500 Menschen, in 250 Firmen und Organisationen unterschiedlicher Größe. „Verbunden in dem ersten kollaborativen Konzern der Welt“, wie Chris Müller es nennt. Im März wird das Gebäude-Ensemble „Quadrill“ eröffnet, dann kann man in der Tabakfabrik auch wohnen oder als Hotelgast nächtigen.

Eine neue Sehnsucht nach Waidhofen
Was das mit Waidhofen zu tun hat? Chris Müller hat, nachdem er seinen Direktorenposten in der Tabakfabrik Linz zurückgelegt hat, damit begonnen, seine Ideen und Ansätze auch in andere Städte und Regionen zu bringen, um auch dort sogenannte „Brownfields“ (ehemalige Firmengelände) zu entwickeln, aktuell etwa in Wien (Otto-Wagner-Areal), Venedig oder Steyr.In Waidhofen wird er mit den ÖBB bei Veranstaltungen zum neuen Stadtquartier zusammenarbeiten und zuvor schon hilft er im Auftrag der Stadt Waidhofen dabei, „die neue Eisenstraße zu bauen und die Stadt als Fabrik zu denken“. Standorte wie die Hammergasse, der Hohe Markt, das Alte Rathaus, der beta campus, das Schloss Rothschild und viele mehr sollen darin eine Rolle spielen. „Wie erzeugen wir eine Sehnsucht nach dem Standort Waidhofen?“, fragt er. Erste Antworten sollen beim „Standortgespräch spezial“ am Donnerstag, 26. Februar, im Schloss Rothschild gefunden werden.

Bürgermeister Werner Krammer rückt den gemeinsamen Blick nach vorne in den Mittelpunkt: „Miteinander Zukunft machen – das ist der Kern der Waidhofner Standortgespräche. Gerade weil sich Rahmenbedingungen rasch verändern, braucht es den Schulterschluss von Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Wenn wir Herausforderungen offen ansprechen und Wissen teilen, können wir aus Krisen Chancen machen.“

Anmeldung: Eine Teilnahme ist nach Anmeldung möglich. Bitte melden Sie sich bis spätestens Dienstag, 24. Februar, über das Online-Formular auf waidhofen.at/standortgespraeche an.

Der Bericht stammt aus der Zeitung Der Ybbstaler – Ybbstal-Medien 1886 GMBH vom Mo, 16.02.2026
Impulse für den Wirtschaftsstandort Waidhofen : Chris Müller, ehemaliger Direktor der Tabakfabrik Linz, zeigt Chancen und Wege zu einem Innovations-Ökosystem für Waidhofen und die Region auf

Foto (c) Stadt Waidhofen a/d Ybbs: Chris Müller (l.) und Bgm. Werner Krammer in der Tabakfabrik Linz, wo sich am 3. Februar eine Waidhofner Delgation zur Vorbesprechung einfand.